Allgemeine Geschaeftsbedingungen
Stand: 2026-05-06
Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Cybersecurity-Beratung
Stand: 6. Mai 2026 (v1.3 - Kleinunternehmer-Regelung gemäß § 19 UStG)
§ 1 Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für sämtliche Verträge über die entgeltliche 1:1-Cybersecurity-Beratung (nachfolgend "Beratungsleistung"), die zwischen Daniel Thomas Heessel, Ober-Saulheimer Str. 15, 55291 Saulheim, Deutschland (nachfolgend "Anbieter" oder "Daniel Heessel") und dem Kunden über die Plattform CertMap (https://certmap.de) geschlossen werden.
(2) Die kostenfrei und ohne Registrierung nutzbaren Plattform-Tools von CertMap, insbesondere "Quadrant", "Karrierepfad", "Portfolio" und "Job-Analyzer", sind nicht Gegenstand dieser AGB. Für die Nutzung dieser Tools gilt ausschliesslich die Datenschutzerklärung unter https://certmap.de/datenschutz.
(3) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschliesst, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer im Sinne dieser AGB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt in jedem Fall, beispielsweise auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der AGB des Kunden die Beratungsleistung an ihn vorbehaltlos erbringt.
§ 2 Vertragspartner, Kontaktdaten
(1) Vertragspartner des Kunden ist:
Daniel Thomas Heessel Ober-Saulheimer Str. 15 55291 Saulheim Deutschland
E-Mail: kontakt@certmap.de
(2) Weitergehende Anbieter-Informationen ergeben sich aus dem Impressum unter https://certmap.de/impressum.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Beratungspakete auf der CertMap-Plattform stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden dar, ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum).
(2) Der Buchungsprozess umfasst folgende Schritte:
a) Auswahl eines Beratungspakets, b) Auswahl eines Termins über das eingebettete Cal.com-Buchungstool, c) Eingabe der Kontaktdaten, d) Weiterleitung zur Stripe-Checkout-Seite und Eingabe der Zahlungsdaten, e) Anzeige einer Bestellzusammenfassung mit den Pflicht-Inhalten nach § 312j Abs. 2 BGB i.V.m. Art. 246a EGBGB (insbesondere wesentliche Eigenschaften der Leistung, Gesamtpreis, Identität des Anbieters), f) Abgabe des verbindlichen Angebots durch Anklicken der Schaltfläche "zahlungspflichtig bestellen" (§ 312j Abs. 3 BGB).
(3) Der Vertrag kommt zustande, sobald die Stripe-Zahlung erfolgreich autorisiert wurde und der Anbieter dem Kunden eine Buchungsbestätigung per E-Mail zugesandt hat.
(4) Der Anbieter bestätigt den Zugang der Bestellung sowie den Vertragsschluss unverzüglich nach Vertragsabschluss in Textform per E-Mail (§ 312f BGB). Diese Bestätigung enthält die Vertragsbestimmungen einschliesslich dieser AGB sowie die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular (siehe Anhang A und B).
(5) Der Vertragstext wird vom Anbieter in elektronischer Form gespeichert. Die AGB können vom Kunden jederzeit unter https://certmap.de/agb abgerufen und ausgedruckt werden. Eine darüber hinausgehende Speicherung des Vertragstexts mit Zugang über ein Kundenkonto erfolgt nicht, da CertMap kein Kundenkonto für die Buchung der Beratungsleistung erfordert.
(6) Vertragssprache ist Deutsch. Eine englische Übersetzung dieser AGB wird zu Informationszwecken bereitgestellt; im Konflikt- oder Auslegungsfall ist die deutsche Fassung massgeblich.
§ 4 Leistungsumfang
(1) Der Anbieter erbringt eine 60-minütige Online-Beratung zu Cybersecurity-Karriere- und Zertifizierungsthemen über ein Video-Konferenz-Tool, dessen Zugangslink dem Kunden mit der Buchungsbestätigung mitgeteilt wird.
(2) Die Beratungsleistung umfasst:
a) eine strukturierte Vorbereitung anhand eines Pre-Call-Fragebogens, den der Kunde vor dem Termin ausfüllt, b) die 60-minütige Live-Beratung über Video-Konferenz, c) eine Nachbereitung in Form eines schriftlichen PDF-Protokolls mit den wesentlichen Empfehlungen, das innerhalb von sieben Werktagen nach dem Termin per E-Mail übermittelt wird.
(3) Der Anbieter bietet drei Themen-Pakete an. Der genaue Leistungsumfang sowie der jeweilige Endpreis werden dem Kunden vor der verbindlichen Bestellung im Stripe-Checkout sowie in der Bestellzusammenfassung angezeigt.
(4) Die Beratung erfolgt anbieter-unabhängig. Der Anbieter empfiehlt keine Zertifizierung, für deren Vermittlung er eine Provision oder eine sonstige Vergütung von Dritten erhält. Der Anbieter erhält von Zertifizierungsstellen, Schulungsanbietern oder Personalvermittlern keine Vergütung für die Empfehlung bestimmter Programme.
(5) Die Beratungsleistung ist eine Empfehlungs- und Orientierungsleistung im Sinne eines Dienstvertrags (§§ 611 ff. BGB). Sie schuldet keinen bestimmten Erfolg, insbesondere keine erfolgreiche Zertifizierungsprüfung, keinen Stellenwechsel und keine Gehaltssteigerung.
(6) Die Beratungsleistung umfasst ausdrücklich nicht:
a) Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG), b) Steuerberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes (StBerG), c) Anlageberatung oder Vermögensverwaltung, d) medizinische, psychotherapeutische oder psychologische Beratung.
Sofern im Rahmen der Beratung Themen mit rechtlicher, steuerlicher, finanzieller oder gesundheitlicher Relevanz angesprochen werden, weist der Anbieter den Kunden auf die Notwendigkeit hin, einen entsprechend qualifizierten Berufsträger (z.B. Rechtsanwalt, Steuerberater, Arzt) zu konsultieren. Der Anbieter erbringt insoweit keine Beratungsleistung und übernimmt keine Haftung für entsprechende Aussagen.
(7) Der Anbieter weist darauf hin, dass die Cybersecurity-Zertifizierungslandschaft einer ständigen Dynamik unterliegt. Die Beratung spiegelt den Kenntnisstand zum Zeitpunkt des Termins wider. Eine kontinuierliche Überwachung von Änderungen der Prüfungsordnungen nach Abschluss der Beratung ist nicht geschuldet.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die im Stripe-Checkout zum Zeitpunkt der Bestellung angezeigten Endpreise. Die Preise sind Endpreise einschliesslich aller Preisbestandteile.
Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG. Aufgrund dieses Status wird in den Endpreisen keine Umsatzsteuer ausgewiesen und gemäß § 19 Abs. 1 UStG keine Umsatzsteuer erhoben.
(2) Die Zahlung erfolgt ausschliesslich über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe Ltd., Irland, bzw. Stripe, Inc., USA). Die Eingabe und Speicherung der Zahlungsdaten erfolgt direkt bei Stripe. Der Anbieter erhält und speichert keine vollständigen Zahlungsdaten (insbesondere keine vollständigen Kreditkartennummern oder SEPA-Mandatsdaten).
(3) Die Vergütung wird mit Vertragsschluss sofort fällig und im Stripe-Checkout vollständig erhoben.
(4) Eine Rechnung wird dem Kunden nach Vertragsschluss in Textform per E-Mail übersandt.
§ 6 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäss §§ 355 ff. BGB zu. Über die Voraussetzungen und Folgen des Widerrufsrechts informiert die Widerrufsbelehrung in Anhang A dieser AGB.
(2) Das Muster-Widerrufsformular ist in Anhang B dieser AGB abgedruckt.
(3) Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts (§ 356 Abs. 4 BGB): Bei einem Vertrag über die Erbringung einer Dienstleistung erlischt das Widerrufsrecht des Verbrauchers, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung erteilt hat und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter verliert.
(4) Im Buchungsprozess hat der Verbraucher die Möglichkeit, durch ein gesondertes, unvorbelegtes Auswahlfeld
a) seine ausdrückliche Zustimmung zum Beginn der Ausführung der Beratungsleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist zu erteilen und b) seine Kenntnis davon zu bestätigen, dass er sein Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung verliert.
Erteilt der Verbraucher diese Zustimmung nicht, beginnt der Anbieter mit der Ausführung der Beratungsleistung erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist; ein vor Ablauf dieser Frist liegender Termin wird in diesem Fall einvernehmlich auf einen Zeitpunkt nach Fristablauf verlegt.
(5) Wird das Widerrufsrecht ausgeübt, nachdem der Verbraucher die ausdrückliche Zustimmung nach Absatz 4 erteilt und die Beratungsleistung teilweise in Anspruch genommen hat, hat der Verbraucher dem Anbieter einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zum Widerruf bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der vertraglich vereinbarten Dienstleistungen entspricht (§ 357a Abs. 2 BGB).
§ 7 Leistungserbringung und Mitwirkungspflichten
(1) Der Beratungstermin wird über das Cal.com-Buchungstool des Anbieters vereinbart. Der Anbieter teilt dem Kunden mit der Buchungsbestätigung die Zugangsdaten zum Video-Konferenz-Tool mit.
(2) Der Kunde kann den Termin bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Beginn kostenfrei über den Reschedule-Link in der Buchungsbestätigung verschieben. Eine spätere Verschiebung ist nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Anbieter und nach dessen Zustimmung möglich.
(3) Erscheint der Kunde nicht zum vereinbarten Termin (No-Show) oder sagt er den Termin weniger als 24 Stunden vor Beginn ab, behält der Anbieter den Vergütungsanspruch in voller Höhe (§ 615 BGB). Diese Pauschalierung berücksichtigt, dass der Anbieter den Termin reserviert, die Vorbereitung anhand des Pre-Call-Fragebogens erbracht und alternative Aufträge nicht annehmen konnte. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter ein wesentlich geringerer oder kein Schaden entstanden ist; in diesem Fall reduziert sich der Vergütungsanspruch entsprechend. Das Widerrufsrecht des Verbrauchers nach § 6 dieser AGB bleibt unberührt, sofern es nicht nach § 356 Abs. 4 BGB erloschen ist.
(4) Der Kunde ist für die Erfüllung der folgenden Mitwirkungspflichten verantwortlich:
a) Bereitstellung einer stabilen Internet-Verbindung mit ausreichender Bandbreite, b) Bereitstellung eines funktionsfähigen Mikrofons und (sofern vom gewählten Paket gefordert) einer funktionsfähigen Kamera, c) vollständige und wahrheitsgemässe Beantwortung des Pre-Call-Fragebogens spätestens 24 Stunden vor dem Termin, d) Verantwortung für die Sicherheit und Schadcode-Freiheit aller Inhalte (Dokumente, Screenshots, Konfigurations-Auszüge, Logfiles), die der Kunde dem Anbieter im Pre-Call-Fragebogen, per E-Mail oder in der Live-Beratung übermittelt. Der Kunde stellt vor Übermittlung sicher, dass keine sensiblen Drittdaten und keine schadhaften Inhalte enthalten sind. Schäden aus der Verletzung dieser Pflicht trägt der Kunde, soweit ihm dies vorzuwerfen ist (§ 254 BGB).
(5) Kommt eine Beratung wegen Nichterfüllung der Mitwirkungspflichten des Kunden nicht oder nur eingeschränkt zustande, bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters in voller Höhe bestehen, sofern der Kunde dies zu vertreten hat.
(6) Kann der Anbieter den Termin aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht wahrnehmen, bietet er dem Kunden unverzüglich einen Ersatztermin an. Wird kein Ersatztermin gefunden, der für den Kunden zumutbar ist, erstattet der Anbieter die vollständige Vergütung.
(7) Eine Aufzeichnung der Video-Konferenz (Bild und/oder Ton) ist nur nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung beider Parteien zulässig. Eine unerlaubte Aufzeichnung stellt eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte dar.
§ 8 Haftung
(1) Die Beratungsleistung des Anbieters stellt eine fachliche Empfehlung und Orientierungshilfe auf Basis der zum Beratungszeitpunkt verfügbaren Informationen dar. Der Anbieter übernimmt keine Garantie für den Eintritt bestimmter Karriere-, Zertifizierungs- oder Vergütungsergebnisse, die der Kunde aus der Beratung ableitet.
(2) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung des Anbieters, eines gesetzlichen Vertreters oder eines Erfüllungsgehilfen beruhen.
(3) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten). Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemässe Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmässig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(5) Eine Haftung des Anbieters nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes sowie aus übernommenen Garantien bleibt von den vorstehenden Haftungsbeschränkungen unberührt.
(6) Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle, Verzögerungen oder Mängel, die durch Drittanbieter verursacht werden, derer er sich zur Vertragserbringung bedient (insbesondere Zahlungsdienstleister Stripe, Buchungsplattform Cal.com, Video-Konferenz-Tool, Internet-Verbindung des Kunden), sofern der Anbieter die Auswahl und Überwachung dieser Drittanbieter mit der gebotenen Sorgfalt vorgenommen hat.
(7) Ist der Kunde Unternehmer im Sinne des § 14 BGB und ist die Haftung des Anbieters nach den vorstehenden Absätzen auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden beschränkt, ist sie der Höhe nach zudem auf den dreifachen Wert des für die jeweilige Beratungsleistung vereinbarten Nettohonorars, höchstens jedoch 5.000,00 EUR je Schadensfall, begrenzt. Diese summenmässige Begrenzung gilt nicht gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB); ihnen gegenüber bleibt es bei der Begrenzung auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden nach Absatz 3, ohne zusätzliche summenmässige Deckelung. Sie gilt zudem nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz oder für übernommene Garantien.
(8) Klarstellend gilt: Innerhalb der Haftungsbegrenzung nach Absatz 3 (einfache Fahrlässigkeit, Kardinalpflichten, vertragstypisch vorhersehbarer Schaden) sind Folgeschäden, Schäden aus Datenverlust beim Kunden, Schäden aus kompromittierten oder unsicheren IT-Systemen des Kunden sowie Schäden aus Cyberangriffen Dritter auf Systeme des Kunden in der Regel nicht vertragstypisch vorhersehbar und daher von der Haftung ausgenommen. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters und nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(9) Der Anbieter übernimmt keine Haftung für den Eintritt eines bestimmten Beratungs-Erfolgs, insbesondere nicht für das Bestehen einer angestrebten Zertifizierungs-Prüfung, einen erfolgten Stellenwechsel, eine erreichte Gehaltssteigerung, eine bestimmte Karriere-Entwicklung oder die Wirksamkeit umgesetzter Empfehlungen. Die Beratungsleistung ist Dienstvertrag im Sinne der §§ 611 ff. BGB; ein bestimmter Erfolg wird ausdrücklich nicht geschuldet.
§ 9 Datenschutz
(1) Informationen über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Zusammenhang mit der Buchung und Durchführung der Beratungsleistung enthält die Datenschutzerklärung unter https://certmap.de/datenschutz.
(2) Insbesondere gibt die Datenschutzerklärung Auskunft über die zur Vertragserfüllung eingesetzten Auftragsverarbeiter (Hosting, Zahlungsabwicklung, Buchung, E-Mail-Kommunikation) sowie über die Speicherdauern der Beratungs-bezogenen Daten (insbesondere Pre-Call-Fragebogen).
§ 10 Verbraucherstreitbeilegung
(1) Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) teilzunehmen (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG).
(2) Ein Hinweis auf die OS-Plattform der Europäischen Kommission entfällt, da die zugrundeliegende Verordnung (EU) Nr. 524/2013 (ODR-VO) mit Verordnung (EU) 2024/3228 vom 19. Dezember 2024 mit Wirkung zum 20. Juli 2025 aufgehoben wurde. Die Hinweispflicht nach § 36 VSBG bleibt unberührt und ist in Absatz 1 abgedeckt.
§ 11 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt ausschliesslich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als hierdurch der dem Verbraucher gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht entzogen wird (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
(3) Für Klagen des Verbrauchers gegen den Anbieter sowie für Klagen des Anbieters gegen den Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Insbesondere kann der Verbraucher den Anbieter an dessen Sitz (Saulheim, Rheinland-Pfalz) oder an seinem eigenen Wohnsitz verklagen.
(4) Ist der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschliesslicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters in 55291 Saulheim, Rheinland-Pfalz. Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
§ 11a Vertragsdauer, Kündigung
(1) Der Vertrag endet mit vollständiger Erbringung der Beratungsleistung, einschliesslich Übermittlung des PDF-Protokolls.
(2) Beide Parteien sind berechtigt, den Vertrag jederzeit ausserordentlich zu kündigen, soweit ein wichtiger Grund vorliegt (§ 626 BGB). Daneben steht beiden Parteien das Kündigungsrecht nach § 627 BGB zu, da die Beratungsleistung Dienste höherer Art darstellt, die aufgrund besonderen Vertrauens übertragen werden.
(3) Erfolgt die Kündigung nach § 627 BGB durch den Kunden, ohne dass ein vom Anbieter zu vertretendes vertragswidriges Verhalten Anlass gibt, behält der Anbieter den Vergütungsanspruch für bereits erbrachte Teilleistungen sowie nach Massgabe des § 628 BGB für Aufwendungen, die der Anbieter im Hinblick auf den Vertragsschluss bereits getätigt hat (insbesondere Reservierung des Termins, Vorbereitung anhand des Pre-Call-Fragebogens). Vor Beginn der Live-Beratung wird ein Pauschalbetrag in Höhe von 25 % des vereinbarten Nettohonorars berechnet, sofern der Pre-Call-Fragebogen bereits ausgefüllt wurde, andernfalls 10 %. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist.
(4) Bleibt der Kunde dem vereinbarten Termin ohne ausdrückliche Kündigungserklärung fern (No-Show), gilt vorrangig § 7 Abs. 3 dieser AGB; die Pauschalierung nach Absatz 3 dieses Paragrafen kommt in diesem Fall nicht zur Anwendung.
(5) Das Widerrufsrecht des Verbrauchers nach § 6 bleibt unberührt und ist vorrangig.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, nichtig oder undurchführbar sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen, nichtigen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die jeweilige gesetzliche Regelung.
(2) Änderungen dieser AGB werden gegenüber Bestandskunden für bereits abgeschlossene Verträge nicht ohne deren ausdrückliche Zustimmung wirksam. Eine einseitige Änderung der AGB durch den Anbieter mit Zustimmungsfiktion ist ausgeschlossen. Für künftige Verträge gilt die jeweils zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses aktuelle, unter https://certmap.de/agb veröffentlichte Fassung.
(3) Erklärungen im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis (insbesondere Widerruf, Terminverschiebung, Beanstandungen) können in Textform per E-Mail an kontakt@certmap.de abgegeben werden. Soweit das Gesetz Schriftform vorschreibt, bleibt diese Anforderung unberührt.
(4) Stand dieser AGB: 6. Mai 2026, Version 1.3.
Anhang A: Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Daniel Thomas Heessel Ober-Saulheimer Str. 15 55291 Saulheim Deutschland E-Mail: kontakt@certmap.de
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschliesslich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Ihr Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren.
Anhang B: Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An:
Daniel Thomas Heessel Ober-Saulheimer Str. 15 55291 Saulheim Deutschland E-Mail: kontakt@certmap.de
Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren ()/die Erbringung der folgenden Dienstleistung ():
Bestellt am ()/erhalten am ():
Name des/der Verbraucher(s):
Anschrift des/der Verbraucher(s):
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):
Datum:
(*) Unzutreffendes streichen.